Die Müdigkeit bleibt heute mein treuer Begleiter, doch die Beine bewegen sich, als würden sie die Wege ken- nen und wären dazu bestimmt, alle Zeiten am Wasser entlang zu gehen, ohne je ein Ende der Linie zu finden, auf die das Wasser in stetem Rauschen trifft.
Welle folgt auf Welle. Der Wind treibt oben weiße Wallungen und unten graugrüne Fluten. Eine Woge bricht die nächste, ehe sie sich allesamt auf den Muschel-gespickten, grau-weißen Sand ergießen, schaumige Blüten treiben und zurück gleiten. Weiß-graue, silbern-weiße und grau-silberne Möwen mit edelplumpen Leibern tanzen und gleiten dem Wasser und den hingeworfenen Brocken entgegen.
Das ist es, was die Seele beruhigt, jenes viel-bunte Grau. Es findet sich im Wasser, in den Wolkentürmen, im Sand und in den Vögeln. Nichts ist allzu grell, es blinkt und glänzt nur sanft und silbern und hauchweiß auf. Ein Inbegriff uralter Freude und Melancholie. Ein Hinein-Sinken in alle Sinne. Ein Ankommen und Loslassen wie die Wellen selbst.

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