Vierter Tag

Keine Wolke treibt die Wölbung über uns, das Wehen nimmt zu und zwischen gleißender Sonne im Süden hinter mir und dem stetig sich regenden Meer vor mir, wächst die Herbstkühle sich aus und glüht der Buchenrost. Steil hinauf führen bemooste Hänge, mühevoll gehalten von grau-silbernen Stämmen, unendlich langsam nach Gleichgewicht haschend über dem Schatten. Meine Füße suchen wieder den Weg über Felsen, Steine und Kies, zerriebene Muscheln und Sand.
Einen habe ich gefunden. Ganz eingeschlossen von meinen Fingern schmiegt er sich sonnengewärmt und windgekühlt in die Handfläche. Samtiges Kalkweiß, glattes grau-schwarz und rostige Kanten. Ein Stück der Welt in meiner Hand. Jedes Stück wundervoll und schön, zart und wild zugleich. Ist der Schöpfer, dessen Abdruck dies ist, ebenfalls sanft und voller Gewalt zugleich? So nur kommen Macht und Liebe zusammen, in Stärke und Sanftmut, sich wiederspiegelnd in der Kraft der Wellen und der geschliffenen Oberfläche der Steine. Kleine, kostbare Weltsplitter.

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