Heute gilt es nicht, das Innere über den Horizont zu senden, heute gilt es, sich den Genüssen hinzugeben, losgelöst von jeglicher Wertung. Papier atmet Vanilleduft und Walddämmer ein und aus. Nichts ist so gut, wie ein alter Morgen, an dem eine Tasse überstarker Tee und ein zerlesenes Buch die ersten sind, denen du dich zuwendest.
Alter Whiskey hat das innerste Wesen des Holzes in sich aufgenommen, in dem er ruhte und reifte. Er gleitet wie ein Stück geschliffenes Holz über die Zunge und fährt harzig in den Bauch. Das ist nichts, um die Sinne zu betäuben und zu berauschen. Es ist, um sie zu unterstreichen und dann weiter zu ziehen.
Tee und Kaffee. Getrocknete und geröstete, konzentrierte Pflanzenkraft, die die Sinne spannt und schärft, dämpft und dehnt, kühlt und wärmt. Ein Laden, in dem die menschliche Schwäche zu genießen, alles findet, was sie nur begehren kann.
Schokolade, Tee, Kaffee, Whiskey, Tabak. Leder und altes, verschnörkeltes Holz, orientalische Tücher und ein Strom von Düften, der auf dich einstürzt. Hier kaufst du nicht, weil du kaufen musst oder dich einer überzeugt. Hier kaufst du, weil du kaufen willst, obwohl du nichts davon benötigst. Du kaufst es, gerade weil du es nicht benötigst. Und das ganz bewusst.

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