„Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ 1. Mose 8, 21 – 22
Durch das Wasser hindurch werden Noah und seine Lieben gerettet und als sie endlich aus der Seitentür der Arche die Flanken des Ararat hinabsteigen, atmen sie die Luft des ersten Tages einer neuen Geschichte Gottes mit der gesamten Menschheit. Hatte Gott zuvor beschlossen, das gewalttätige Menschengeschlecht auszuradieren, so verspricht er Noah und allen seinen Nachkommen, dass es nie wieder geschehen wird.
Ist es seither besser geworden mit der Schöpfung Gottes? Haben wir unseren Teil der Bewährung erfüllt? Nein, selbst Jesus sagte vor über 2000 Jahren, dass Tage kommen, in denen die Menschen tun werden wie zu Noahs Zeiten, weder an Gott noch an seine Gebote denkend.
Doch Gott wird keine Flut schicken, um zu vernichten, sondern Er setzt hier durch Noah das Zeichen der Gnade und Rettung. Der Mensch soll wie durch das Wasser hindurch kommen, vor dem sicheren Tod zu einem neuen Leben bewahrt.
Wir Christen setzten mit der Taufe genau daraufhin ein Zeichen. Wer getauft ist, der ist durch das Wasser gezogen und gerettet wie Noah und seine Angehörigen. Wer getauft ist, der ist durch das Wasser gegangen und gerettet worden wie das Volk Israel auf der Flucht vor den Ägyptern. Wer getauft ist, der ist hineingetaucht in den Tod Jesu und wieder aufgetaucht wie Jesus am dritten Tag aus dem Grab.
Gott selbst besiegelt dieses Bündnis mit einem Zeichen, das wir heute nur allzu falsch verstehen. Er setzt den Regenbogen in die Wolken. Es geht nicht um die schönen Farben des Regenbogens, um die Vielfalt und Individualität. Gott wird in diesem Text als ein Kriegsmann verstanden, der nach dem Feldzug gegen die Bösartigkeit des Menschengeschlechtes seinen Bogen, mit dem er die Pfeile abgeschossen hat, niederlegt. Es ist ein Friedenszeichen, ein Vertragszeichen, ein Versprechen und Bündnis. Gott wendet sich dem Menschen neu zu und bietet die Aufnahme einer neuen Beziehung an. Eine weitere Zeit der Bewährung? Wie also bewähren sich Noah und seine Nachkommen?
Was der Mensch bei Eden verloren hat, haben sie nicht wieder erhalten. Nur eben den Bogen, der sich über ihnen spannt. Auch wenn der Mensch vergisst, so wird Gott nicht vergessen. Gott führt keinen Krieg gegen den Menschen. Es ist der Mensch, der seine Pfeile in Gewalt und Bösartigkeit verschießt.


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