Die Ursache für geistliche Unverständigkeit
„Wie versteht ihr noch nicht?“ Markus 8, 21

Nach der Speisung der Viertausend mit sieben Brotlaiben und ein paar kleinen Fischen am Ostufer des Sees Genezareth begegnete Jesus, als er den See überquert hatte, auf der anderen Seite gewissen Pharisäern, deren Haltung ihm gegenüber solcherart war, dass er sich abermals ins Boot begab und den See zurück überquerte.[1] Auf dem Weg besannen sich die Jünger, dass sie im Boot nur einen einzigen Brotlaib hatten: vielleicht war einer von ihnen, während Jesus mit den Pharisäern beschäftig war, hingegangen und hatte ihn gekauft, gar nicht daran denkend, dass sie so bald wieder aufbrechen würden. Jesus, der immer noch mit dem Widerstreit der Führer des Volkes beschäftigt war und danach verlangte, ihren Einfluss auf die Jünger zu brechen, begann, sie vor ihnen zu warnen.[2] Indem er das tat, machte er Gebrauch von einer Redewendung, die sie ihn zuvor schon gebrauchen gehört hatten – die vom Sauerteig als einer verborgenen, doch wirksamen und durchdringenden Kraft: Das Reich der Himmel, hatte er ihnen gesagt, war wie im Mehl verborgener Sauerteig, allmählich das Ganze durchsäuernd.[3] Nun sagt er ihnen, dass sie sich hüten sollen vor dem Sauerteig der Pharisäer. Die Jünger, deren Gedanken mit dem Mangel an Proviant beschäftigt waren, dachten in dem Augenblick, als sie das Wort Sauerteig hörten, an Brot, schlussfolgerten, dass es wegen seiner Abwesenheit sein musste, dass er von Sauerteig sprach, und stellten sich vielleicht eine Warnung vor irgendeiner Gefahr der Verunreinigung durch Pharisäische Küche vor: „Es ist, weil wir kein Brot mitgenommen haben!“ Ein Sauerteig wie der der Pharisäer war gerade dann am Wirken in ihren Herzen; denn das Zeichen, das die Pharisäer im Spott des Unglaubens suchten,[4] hatten sie einige Stunden zuvor gehabt und hatten es bereits, in Hinsicht auf alles, was es wertvoll machte, vergessen.
Es ist der Mensch, welcher versucht es zu leben, der Mensch, welcher gehorsam dem Wort des Meisters ist, dem sich das Wort des Meisters selbst entfaltet. Wenn wir das Äußere der Dinge verstehen, denken wir, dass wir sie haben: der Herr legt seine Dinge in untergeordneten, mehrdeutigen Formen dar, dem bloßen Intellekt keine zufriedenstellende Bedeutung liefernd, sondern sich dem Gewissen und dem Herzen entfaltend, dem Menschen selbst, im Fortschritt der Lebens-Bemühungen. Entsprechend wie die neue Schöpfung,[5] die der Wirklichkeit, in ihm fortschreitet, ist der Mensch dazu in der Lage, die Worte zu verstehen, die Sinnbilder, die Gleichnisse des Herrn. Denn Leben, das heißt Handeln, allein ist der menschliche Zustand, in welchen hinein das Licht des Lebendigen eindringen kann; Leben allein kann Leben aufnehmen, kann Nahrung in Wachstum wandeln. Siehe, wie die Jünger sich hier zum Narren machen!
Siehe, wie der Herr sie zu Verstand bringt. Er sagt ihnen nicht mit vielen Worten, wo sie falsch liegen; er greift stattdessen die Ursache selbst in ihnen an, welche zu ihrem Missverstehen führte – eine Angelegenheit, die immer von unendlich größerer Tragweite ist als jedes Missverstehen selbst: das eine ist ein lebendiges Missverstehen, eine Unwahrheit in der Seele, das andere ein bloßer toter Fehler, der daraus geboren wurde. Daher findet sich die Wortverbindung zwischen ihrem Fehler und der Mahnung unseres Herrn nicht;[6] die Logik dessen, was der Herr sagte, befindet sich nicht an der Oberfläche. Er spricht oftmals nicht zu dem Wort, sondern zu dem Gedanken: hier spricht er nicht einmal zu dem Gedanken, sondern zu der ganzen Art des Denkens, zu dem Gedanken-Muster, dem inneren Zustand der Männer.
Er wendet sich an sie, um in ihnen einen Sinn für ihren Mangel an Vertrauen auf Gott zu wecken, welcher die Ursache ihres Verfehlens der Bedeutung seiner Äußerung war. Er erinnert sie an die zwei Wunder mit den Brotlaiben und die Menge der übrig gebliebenen Stücke über den Bedarf hinaus. Von einem dieser Wunder waren sie gerade gekommen; es lag kaum einen Tag hinter ihnen; doch hier waren sie und zweifelten bereits![7] Er lässt sie die Einzelheiten der Wunder durchgehen – kaum, um ihre Erinnerung aufzufrischen – sie waren beharrlich genug im Erstaunen, sondern um ihre Herzen dort verweilen zu lassen; denn sie hatten die zentrale Offenbarung bereits vergessen oder verfehlt sie zu sehen – die ewige Tatsache von Gottes Liebe und Fürsorge und Erbarmen. Sie kannten jedes Mal die Zahl der Menschen, jedes Mal die Zahl der Brotlaibe, die Zahl der Körbe mit den Brocken, die sie jedes Mal aufgesammelt hatten, doch sie vergaßen die Liebe, die das Brot so gebrochen hatte, dass seine Überreste die Brotlaibe um das Zwanzigfache übertrafen.
Nachdem er sie auf diese Weise wie Kinder befragt hatte und auf ihre Antworten wie auf die von Kindern gelauscht hatte, wendet er das Licht ihrer Gedanken auf sie selbst und mit einem Argument an den Menschen, welches alle Verbindungen seiner eigenen, absoluten Logik umspannt, besteht er darauf: „Wie versteht ihr noch nicht?“ Dann verstanden sie und erkannten, dass er zu ihnen nicht vom Sauerteig des Brotes gesprochen hatte, sondern von der Lehre der Pharisäer und der Sadduzäer. Er, welcher vertraut, kann verstehen; er, dessen Geist gelassen ist, kann Vernunft entdecken.
Wie anders als durch die Zurückweisung und das Bezwingen ihrer Angst hätten jene Worte sie sehen lassen können, was sie dann sahen? Welche Verbindung war da zwischen „Wie viele Körbe sammeltet ihr auf?“ und „Wie versteht ihr noch nicht?“ Was hatten die Wunder zu tun mit ihrer Entdeckung, dass, wenn er von Sauerteig sprach, es kein Sauerteig vom Brot war? Wenn es nicht der Sauerteig vom Brot war, wie hat der Bezug zu jenen Brotwundern sie die Tatsache erkennen lassen?
Die Lektion, die er sie durch das Wunder lernen lassen wollte, die natürliche Lektion, die einzige Lektion würdig eines Wunders, war, dass Gott sich um seine Kinder kümmerte und für ihre Bedürfnisse sorgen konnte, wollte und würde. Diese Lektion hatten sie nicht gelernt. Ohne Zweifel war die Macht des Wunders ein gewisser Beweis seiner Sendung, doch die Liebe darin erwies es als besser, denn sie war es wert bewiesen zu werden: es war ein Herzschlag des Vaters. Der Grund für das Rügen des Meisters ist nicht, dass sie ihn nicht verstanden, sondern dass sie Gott nicht vertrauten; dass sie, nach allem, was sie gesehen hatten, sich immer noch um Brot sorgten. Weil wir uns selbst so einfach im Mangel vorstellen, stellen wir uns vor, dass Gott bereit ist, uns zu verlassen. Die Wunder Jesu waren die gewöhnlichen Werke seines Vaters, klein und rasch gewirkt, auf dass wir sie erfassen mögen. Ihre Lektion war, dass Hilfe immer in Gottes Einfluss steht, wenn seine Kinder ihrer bedürfen – ihre Absicht war, zu zeigen, was Gott ist – nicht, dass Jesus Gott war, sondern dass sein Vater Gott war – das heißt, dass er war, was er war, denn keine andere Art von Gott könnte sein, oder es wert sein, an ihn zu glauben, keine andere Vorstellung von Gott es wert sein sie zu haben. Die Sendung, die durch den Sohn ausgeführt wurde, war nicht, sich selbst zu erweisen, all die Macht im Himmel und auf Erden zu besitzen, sondern seinen Vater zu offenbaren, ihn den Menschen zu zeigen, wie er ist, dass die Menschen ihn kennen mögen und indem sie ihn kennen, ihm vertrauen. Es wäre tatsächlich ein geringer Segen, wenn Gott den Menschen vergeben und sich selbst nicht hingeben würde. Es bedeutete nur, sie sich selbst zurückzugeben; und weniger als Gott gerade so wie er ist, wird die Menschen in der grundlegenden Sorge ihrer Existenz nicht trösten. Nur Gott die Gabe kann diese Sorge in grundlegende Freude verwandeln: Jesus kam, um ihnen Gott zu geben, welcher ewiges Leben ist.
Jene Wunder der Speisung gaben ihren Augen, ihren Händen, ihren Mündern dieselbe Lektion, die seine Worte ihren Ohren gaben, als er sagte: „fraget nicht danach, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und fahret nicht hoch her; […] aber euer Vater weiß wohl, dass ihr des bedürft.“;[8] „Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.“[9] So wenig noch hatten sie die Lektion gelernt, dass sie sich an die Brotlaibe erinnerten, doch den Vater vergaßen – wie Menschen in ihrer Theologie das Theou logos [griech. Wort Gottes] schlechthin vergessen.[10] Solcherart vergessend waren sie um die Vorräte für den Tag besorgt und dachten in dem Augenblick, als Sauerteig erwähnt wurde, an Brot. Was konnte er anderes meinen? Die Verbindung war deutlich! Der Herr erinnert sie an das Wunder, wodurch, wenn sie es nach seinem wahren Wert geglaubt hätten, sie nicht so beschäftigt gewesen wären, dass sie verfehlten, was er meinte. Es hatte ihnen die Wahrheit des Herzens Gottes ihnen gegenüber dargelegt; die liebevolle Fürsorge offenbart, ohne welche er nicht Gott wäre. Hätten sie diese Lektion gelernt, hätten sie die Erinnerung nicht gebraucht; denn ihre Herzen wären nicht so mit Unbehagen gefüllt gewesen, um sie sein Wort missverstehen zu lassen. Hätten sie nur bei sich selbst gesagt, dass, obwohl sie nur einen Laib hatten, sie ihn hatten, der all die Laibe macht, hätten sie niemals diesen dummen Fehler gemacht, den sie begingen.
Die Antwort also auf die Nachfrage des Herrn „Wie versteht ihr noch nicht?“ ist schlicht diese: ihr Verstand war so voll mit der Sorge über das tägliche Brot, dass sie in Einfachheit nicht an irgendetwas anderes denken konnten; die bloße Erwähnung von Sauerteig warf sie von Neuem haltlos in den Sumpf ihres Unglaubens. Als der Herr sie daran erinnerte, was ihre Augen gesehen hatten, auf diese Weise an das, was er war und was Gott war, und an die Dummheit ihrer Sorge – in diesem Augenblick wurde ihre Angst gelehrt aufzublicken, in diesem Augenblick fingen sie an zu sehen, was die vorangegangenen Worte des Herrn bedeutet haben mussten: ihr Geist klarte genug auf, um in gewissem Maße ihre Absicht zu empfangen und zu bedenken.
Die Sorge der Jünger war Sorge für den Tag, nicht für das Morgen; das Wort Morgen muss für einen jeden Punkt in der Zukunft stehen. Die nächste Stunde, der nächste Augenblick ist genauso viel jenseits unseres Zugriffs und genauso viel in Gottes Fürsorge wie der in einhundert Jahren. Sorge für die nächste Minute ist genauso töricht wie Sorge für das Morgen oder für einen Tag in den nächsten eintausend Jahren – weder für das eine noch für das andere können wir irgendwas tun, in beidem tut Gott alles. Allein jene Ansprüche des Morgen, welche heute vorbereitet werden müssen, sind die Pflicht von heute; der Augenblick, welcher mit der zu erledigenden Arbeit zusammenfällt, ist der Augenblick, der zu beachten ist; der nächste ist nirgendwo, bis Gott ihn gemacht hat.
Ihr Mangel an Brot scheint nicht von einem Versäumnis herzurühren, sondern von der Plötzlichkeit des Wiederaufbrechens des Herrn; hätte es andererseits einen Mangel an Voraussicht gegeben, war dies nicht die Art von Angelegenheit, um die der Herr sich kümmerte, sie zu tadeln; es war nicht dieser oder jener Fehler, für den er gekommen war, ihn zu berichtigen, sondern das zugrunde liegende Übel des Lebens ohne Gott, die Wurzel alles Bösen, von Hass bis hin zu Unfreundlichkeit. Gewisse geringe Tugenden auch, Voraussicht unter ihnen, würden auf diese Weise und auf lange Sicht beinahe, wenn nicht sogar vollständig, aufgehoben. Wenn ein Mensch eine Sache vergisst, wird Gott sich darum kümmern: Der Mensch ist nicht Herr seines Gedächtnisses oder seines Verstandes. Doch der Mensch ist Herr seines Willens, seines Handelns; und ist daher wahrlich zu tadeln, wenn er, sich an eine Pflicht erinnernd, sie nicht tut, sondern sie aufschiebt und sie so vergisst. Wenn ein Mensch sich dazu aufrafft, die unmittelbare Pflicht des Augenblicks zu tun, vermute ich, wird wunderbar wenig Voraussicht nötig gefunden werden. Allein diese Voraussicht ist richtig, welche die Pflicht zu ermitteln hat und ins Handeln übergeht. Auf die Grundlage der gestern gut verrichteten Arbeit wird die Arbeit des Morgen sicher passen. Getane Arbeit hat mehr Tragweite für die Zukunft als die Voraussicht eines Erzengels.
Bei den Jüngern wie auch beim reichen Jüngling waren es Dinge, die daran hinderten, den Herrn zu verstehen. Aufgrund von Besitz hatte der junge Mann keinerlei Ahnung von der Großartigkeit der Berufung, mit welcher Jesus ihn ehrte. Er dachte, dass er hart behandelt würde, indem ihm ein Patent auf den Himmlischen Adelsstand angeboten wurde – er war so überaus reich! Dinge füllten sein Herz, Dinge versperrten seine Fenster; Dinge verbarrikadierten seine Tür, so dass der wahre Gott nicht eintreten konnte. Seine Seele war nicht leer, ausgefegt und geschmückt,[11] sondern überfüllt mit gemeinsten Götzen, unter welchen sein Geist auf Knien kroch, die Blicke auf sie verschwendend, die seinem Nächsten und dem Meister gehörten. Die Jünger waren ein bisschen weiter als er; sie hatten alles verlassen und folgten dem Herrn; doch waren sie die Dinge noch immer nicht losgeworden. Die belanglose Vereinzelung eines Brotlaibes war genug, um den Herrn vor ihnen zu verbergen, es ihnen unmöglich zu machen, ihn zu verstehen. Warum, da sie vergessen hatten, konnten sie nicht vertrauen? Sicherlich, wenn er ihnen gesagt hätte, dass sie um seinetwillen jeden Tag ohne Brot auskommen müssen, hätte es sie nicht gekümmert! Doch sie haben die Sicht auf Gott verloren und waren, als würde er entweder nicht sehen oder sich nicht um sie kümmern.
Im ersten Fall war es der Besitz von Wohlstand, im letzteren das nicht mehr als einen Brotlaib haben, das sich als unfähig zum Empfang des Wortes des Herrn erwies: das üble Grundprinzip war genau derselbe. Wenn es Dinge sind, die dich fällen, was macht es aus, ob es Dinge sind, die du hast oder Dinge, die du nicht hast? Der Jüngling, nicht auf Gott vertrauend, die Quelle seiner Reichtümer, kann das Wort seines Sohnes nicht erdulden, das ihm bessere Reichtümer anbietet, viel unmittelbarer aus dem Herzen des Vaters. Die Jünger, vergessend, wer der Herr der Ernte der Erde ist,[12] können sein Wort nicht verstehen, weil sie mit der Angst vor dem Hunger eines Tages erfüllt sind. Er vertraute Gott nicht als dem, der gegeben hatte; sie vertrauten Gott nicht als dem, der bereit ist zu geben. Wir sind wie sie, in jeglicher Sorge vertrauen wir ihm nicht. Es ist schwer[13] für Gott, wenn seine Kinder ihn nicht geben lassen; wenn sie sich selbst durchtragen, so dass er seine Hand zurückhalten muss, dass er ihnen nicht schade. Sich nicht darum zu kümmern, dass sie erkennen, woher ihre Hilfe kommt, würde bedeuten, sie Anbeter von Götzen bleiben zu lassen, vertrauend in das, was nicht ist.
Misstrauen ist Atheismus und das Hindernis allen Wachstums. Herr, wir verstehen dich nicht, weil wir deinem Vater nicht vertrauen – aufrichtig gegen uns wie niemals eine Mutter gegen ihr Erstgeborenes war! Voller Sorge, als würde er nicht sorgen, denken wir, dass Dieses und Jenes seiner Aufmerksamkeit entgeht, denn an Dieses oder Jenes denkt er nicht! Während wir, die wir böse sind, sterben würden, um unseren Kindern Brot zu essen zu geben, sind wir nicht sicher, dass der einzige Gott uns irgendwas von dem geben wird, was wir verlangen![14] Die Dinge deiner Welt überfüllen so sehr unsere Herzen, dass da kein Raum in ihnen ist für die Dinge deines Herzens, welche uns über alle unsere Angst erheben würden und uns zu fröhlichen Kindern im Haus unseres Vaters machen! Sicherlich lassen wir manches Flüstern des wachsamen Heiligen Geistes durch unser Brüten über eine Not, die noch nicht auf uns gekommen ist, entgleiten! Morgen macht den ganzen Kopf des Heute krank, sein ganzes Herz matt. Wenn wir stille sein sollten, schlafend und träumend, erregen wir uns über eine Stunde, die noch eine halbe Sonnenreise weit weg liegt! So tust du nicht, Herr! Du tust das Werk deines Vaters! Wärest du so wie wir, dann müssten wir guten Grund haben, besorgt zu sein! Doch du weißt, dass es schwierig ist, während Dinge sich jedem Sinn aufdrängen, zu glauben, dass ihre mitteilende Macht im Unsichtbaren liegt; dass sie daraus kommen; dass, wo wir keine führende Hand wahrnehmen, ein Wille, näher als jede Hand, sie von innen heraus bewegt, sie dazu veranlassend, sein Wort zu erfüllen! Hilf uns zu gehorchen, zu widerstehen, zu vertrauen.
Die Sorge, die in diesem Augenblick deinen Geist füllt oder nur darauf wartet, bis du das Buch zur Seite legst, sich auf dich zu stürzen – diese Not, welche keine Not ist, ist ein Dämon, der die Quelle deines Lebens aussaugt.[15]
„Nein; meine ist eine vernünftige Sorge – eine unvermeidbare Sorge, in der Tat!“
„Ist es etwas, was du in diesem Augenblick zu tun hast?“
„Nein.“
„Dann erlaubst du ihr, den Platz einzunehmen von etwas, das in diesem Augenblick von dir verlangt wird!“
„Da wird nichts von mir verlangt in diesem Augenblick.“
„Nein, doch da ist – die größte Sache, die von einem Menschen verlangt werden kann.“
„Bitte, was ist es?“
„Vertrauen auf den lebendigen Gott. Sein Wille ist dein Leben.“
„Er könnte nicht wollen, dass ich habe, was ich brauche!“
„Dann denkst du nur, dass du es brauchst. Ist es eine gute Sache?“
„Ja, es ist eine gute Sache.“
„Warum zweifelst du dann, dass du es haben wirst?“
„Weil Gott es vorziehen mag, mich ohne sie zu lassen.“
„Warum sollte er?“
„Ich kann es nicht sagen.“
„Kann es nicht in Ordnung sein, dir stattdessen etwas anderes zu geben?“
„Ich will nichts stattdessen.“
„Ich dachte, ich rede zu einem Christen!“
„Ich erlaube nicht, etwas anderes genannt zu werden.“
„Weißt du dann nicht, dass, wenn Gott einem Kind etwas verweigert, das es wertschätzt, es deshalb ist, um ihm etwas zu geben, was er wertschätzt?“
„Doch wenn ich es nicht will?“
„Du bist nichtsdestotrotz elend, einfach nur, weil du es nicht hast. Anstelle seiner großen Besitztümer hätte der junge Mann die Gemeinschaft Jesu gehabt und den Schatz im Himmel. Als Gott verweigerte, einen bestimmten Menschen von einem schmerzenden Übel zu erlösen, weswegen er ihn dreimal gebeten hatte, ungewohnt abgewiesen zu werden, gab er ihm stattdessen seine eigene Gnade, tröstete ihn in Person in seinem Leid.“
„Ah, doch das war Paulus!“ [16]
„Das ist wahr; was ist damit?“
„Er war einer ohnegleichen!“
„Gott handelt an all seinen Kindern nach seiner ihm eigenen Vater-Natur. Keine [heilige] Schrift ist nur für private Anwendung, selbst bei Paulus nicht. Sie legt den Weg Gottes mit dem Menschen dar. Wenn du nicht willens bist, dass Gott seinen Weg mit dir haben soll, dann, im Namen Gottes, sei elend – bis dein Elend dich in die Arme des Vaters treibt.“
„Ich vertraue ihm in geistlichen Angelegenheiten.“
„Alles ist eine Angelegenheit des Geistes. Wenn Gott einen Weg hat, dann ist es der einzige Weg. Jedes kleine Ding, in welchem du deinen eigenen Weg haben wolltest, hat eine Aufgabe zu deiner Erlösung; und er wird dich wie ein unartiges Kind behandeln, bis du den Weg des Vaters als deinen eigenen annimmst.“
Da wird es allerdings diesen Unterschied geben zwischen dem Reichen, der seine Reichtümer liebt und dem Armen, der seine Armut hasst – dass, wenn sie sterben, das Herz des Einen immer noch mit Dingen und ihren Vergnügungen überfüllt sein wird, während das Herz des Anderen von seinem Mangel erleichtert sein wird; der Eine hat seine guten Dinge gehabt, der andere seine üblen Dinge.[17] Doch der reiche Mann, welcher seine Dinge sachte hielt, noch sie in seinem Herzen nisten ließ; welcher ein Kanal war und keine Zisterne; welcher immer wieder seinem Geld entsagte – beginnt in der neuen Welt, Seite an Seite mit dem Menschen, welcher seine Armut annahm, nicht hasste. Jeder von ihnen wird sagen: „Ich bin frei!“
Denn die einzige Luft der Seele, in welcher sie atmen und leben kann, ist der gegenwärtige Gott und die Geister der Gerechten: das ist unser Himmel, unser Heim, unser ganz rechter Platz. Gereinigt von Gier, Eifersucht, Eitelkeit, Stolz, Besitz, all den tausend Ausformungen des bösen Selbst, werden wir Gottes Kinder auf den Hügeln und in den Feldern dieses Himmels sein, nicht eines danach verlangend, vor dem anderen zu sein, nicht mehr als diesen anderen auszustoßen; denn Ehrgeiz und Hass werden dann als von ein und demselben Geist gesehen werden. – „Was du hast, habe ich; was du verlangst, will ich; ich gebe mir selbst zehnfach, indem ich einmal dir gebe. Mein Wille, dass du haben sollst, wäre reicher Besitz.“ Doch lasst mich praktisch sein; denn du bist bereit elend wegen Belanglosigkeiten zu sein und glaubst Gott nicht genug, sich um deine Kümmernisse zu kümmern: ich würde dich zu überzeugen suchen, um dir zu helfen, deine Sorgen loszuwerden, denn sie verbergen vor dir die Gedanken deines Gottes.
Die am nächsten zu erledigenden Dinge, jene, welche nicht vor der Tür, sondern eben auf der Tafel des Geistes eines Menschen liegen, sind nicht bloß im Allgemeinen die am meisten vernachlässigten, sondern die, selbst durch den umsichtigen Menschen, am häufigsten unterlassenen, die am häufigsten aufgeschobenen. Der Herr des Lebens, der hohe Tugend von uns verlangt, kann es sein, dass er sich nicht um die ersten Grundsätze der Gerechtigkeit kümmert? Kann ein Mensch stark in der Gerechtigkeit werden, ohne zu lernen, die Wahrheit zu seinem Nächsten zu sprechen? Sollte ein Mensch die letzte Treppenflucht erklimmen, welcher niemals den Fuß auf die unterste Stufe gesetzt hat? Die Wahrheit ist eins und er, welcher die Wahrheit in der kleinen Sache tut, ist von der Wahrheit; er, welcher sie nur in der großen Sache tun wird, welcher die kleine Sache aufschiebt, die ihm nahe ist, für die große Sache, die ihm fern ist, ist nicht von der Wahrheit.[18] Lasst mich einige mögliche Parallelen zwischen uns und den Jüngern, die über ihren einen Brotlaib murren, annehmen – mit dem Brot des Lebens[19] an ihrer Seite im Boot. Auch wir dämpfen unser Verständnis mit Belanglosigkeiten, füllen die himmlischen Räume mit Phantomen, verschwenden die himmlische Zeit mit Eile. Zu jenen, welche ihre Seelen in Geduld behalten, kommen die himmlischen Visionen. Wenn ich mich selbst um eine Belanglosigkeit sorge, selbst mit einer [vor Gott] gestandenen Belanglosigkeit – sagen wir der Verlust eines kleinen Artikels – meine Erinnerung aufstachelnd und das Haus heimsuchend, nicht aus unmittelbarer Not, sondern aus Missfallen über den Verlust; wenn ein Buch von mir geliehen wurde und nicht zurückgegeben und ich den Borger vergessen habe und mich über den fehlenden Band ärgere, während tausende in meinen Regalen sind, von welchen die auf diese Weise verlorenen Augenblicke größere Schätze gesammelt haben mögen ohne Beziehung zu Motte, noch Rost, noch Dieb;[20] bin ich nicht wie die Jünger? Bin ich nicht ein Narr, wann immer Verlust mich mehr bekümmert als Wiedergewinn mich erfreuen würde? Gott will mich weise haben und lächelnd über die Belanglosigkeit. Ist es nicht Zeit, dass ich ein paar Dinge verliere, wenn ich mich so unvernünftig um sie bekümmere? Dieses Verlieren von Dingen ist von der Gnade Gottes; es kommt, um uns zu lehren, sie loszulassen. Oder habe ich einen Gedanken vergessen, der mir kam, welcher von Wahrheit zu sein schien und eine Offenbarung für mein Herz? Ich wollte ihn behalten, ihn haben, nach und nach gebrauchen und er ist vergangen! Ich versuche und versuche, ihn zurückzurufen, mich als armen Mann empfindend, bis dieser Gedanke wiedergewonnen ist – um weit mehr verloren zu sein, vielleicht in einem Notizbuch, in welches ich niemals wieder sehen würde, um ihn zu finden! Ich vergesse, dass es lebendige Dinge sind, um die Gott sich kümmert – lebendige Wahrheiten, nicht Dinge, die in einem Buch niedergeschrieben sind oder in der Erinnerung oder einbalsamiert in der Freude des Wissens, sondern Dinge, die das Herz aufrichten, tätige Dinge in einem tätigen Willen. Wahrhaftig, mein verlorener Gedanke hätte so wirken können; doch hätte ich Vertrauen in Gott, den Schöpfer von Gedanke und Erinnerung, sollte ich wissen, dass, wenn der Gedanke eine Wahrheit war, und so überhaupt von Wert, er wiederkommen muss; denn er ist in Gott – und so, wie die Toten, nicht jenseits meiner Reichweite; aufbewahrt für mich, ich werde ihn wiedererlangen.
„Dies sind närrische Darstellungen – nicht wert aufgeschrieben zu werden!“
Wenn solche Dinge es nicht [wert] sind, dann ist ihre Erwähnung närrisch. Wenn sie es sind, dann ist der närrisch, welcher sie behandeln würde, als wären sie es nicht. Ich wählte sie wegen ihrer Geringfügigkeit und ihrer Wirkung speziell auf alle, welche haushalten in Bezug auf die Größe der Sorge, die genügt, um das Wort und Angesicht Gottes zu verbergen.
Mit jeder heimsuchenden Sorge also, groß oder klein, der Verlust von Tausenden oder der Mangel an einem Schilling, gehe zu Gott und rufe ihn an, den Gott deines Lebens, dich zu erlösen, sein Kind, von dem, was ihm unähnlich ist und deshalb nicht zu dir gehört, sondern im Widerspruch zu deiner Natur ist. Wenn deine Sorge solcherart ist, dass du ihn nicht anrufen kannst, desto mehr hast du es nötig, ihn anzurufen! Wo man nicht zu Gott kommen kann, da ist etwas besonders falsch. Wenn du den Gedanken an das Morgen oder das nächste Jahr oder den nächsten Monat dich betrüben lässt; wenn du das Geschwätz von dem, was Öffentlichkeit genannt wird, kurzsichtig in das Heiligtum der Motive spähend, dich verärgern lässt; wenn du das Urteil der Menschen suchst oder außerordentlich beachtest, sei es tauglich oder nicht tauglich, öffnest du deine Fenster für die Stechmücken des Sorgens, um mit ihrem Gesumme die Stimme des Ewigen zu ersticken!
Wenn du mir sagst, dass ohne das Sorgen die nötige Arbeit der Welt schlecht getan würde – „Welche Arbeit?“, frage ich. „Kann das sein, dass es besser getan sein wird durch die Gierigen oder Ängstlichen als durch die freie, furchtlose Seele? Kann Sorge eine bessere Anregung zur Arbeit sein als die Sendung Gottes? Wenn das Werk nicht sein Werk ist, dann, tatsächlich, mag Sorge gut helfen, denn ihr Erfolg ist Verlust. Doch ist derjenige wert, Mensch genannt zu werden, welcher aus Angst vor dem Verhungern bessere Arbeit tun wird als aus Freude, dass seine Arbeit nicht vergeblich sein wird bei dem Herrn? Ich weiß genauso gut wie du, dass du auf diese Weise wahrscheinlich nicht reich werden wirst; doch du wirst auch nicht das Tor zum Reich der Himmel gegen dich selbst versperren.
Ehrgeiz in jeder Gestalt hat mit Dingen zu tun, mit äußerlichen Vorteilen zur Befriedigung der Selbstanbetung; es ist die Art des Stolzes, fauler Schatten des Satans, welche den Platz des Aufstrebens einnimmt.[21] Der einzige Ehrgeiz, der von Gott ist, ist der Ehrgeiz, über sich selbst aufzusteigen; alles andere ist vom Teufel. Und doch wird es gehegt und gepflegt in mancher Seele, die sich selbst fromm dünkt, sie anfüllend mit belanglosen Sorgen und Enttäuschungen, die wie Fledermäuse in ihrer Luft schwirren und die Herrlichkeit Gottes aussperren. Die Liebe zum Lob der Menschen, das Verlangen nach Ruhm, der Stolz, der Anstoß nimmt, das Aufblasen von Wissen, diese und jede andere Art von proteischer[22] Selbstanbetung – wir müssen sie alle loswerden. Wir müssen frei sein. Der Mensch, welchen ein anderer versklavt, mag frei sein wie Gott; zu ihm, welcher ein Sklave in sich selbst ist, wird Gott nicht eintreten; er wird nicht mit ihm speisen, denn er kann nicht sein Freund sein. Er wird beim geringsten Herd sitzen, wo die tägliche Nahrung vorbereitet wird; er wird nicht in der Abstellkammer essen, sei der Abstellraum auch voll Throne und Kronen. Wird nicht, sage ich? Kann nicht, sage ich. Menschen voller Dinge würden nicht ein einziges Mal teilen mit Gott, wäre er bei ihnen den ganzen Tag.
Noch wird Gott irgendeine Tür aufzwingen, um einzutreten. Er mag ein Unwetter über das Haus senden; der Wind seiner Ermahnung mag Türen und Fenster zerbersten, ja, das Haus in seinen Grundfesten erschüttern;[23] doch auch dann nicht, nicht so, wird er eintreten. Die Tür muss durch die willige Hand geöffnet werden, ehe der Fuß der Liebe die Schwelle überqueren wird.[24] Er wacht, um die Tür von innen bewegt zu sehen. Jedes Unwetter ist nur ein Angriff in der Schlacht der Liebe. Der Schrecken Gottes ist nur die andere Seite seiner Liebe; es ist Liebe außerhalb des Hauses, die drinnen sein will – Liebe, die weiß, dass das Haus kein Haus ist, nur ein Platz, bis sie eintritt – kein Heim, sondern ein Zelt, bis der Ewige dort weilt. Dinge müssen hinausgeworfen werden, um Raum für ihre Seelen zu machen – die ewigen Wahrheiten, welche in Dingen ihre Gestalt und Ausdruck finden.
Doch wer ist fähig, sie hinauszuwerfen? Wenn ein Mensch Mut fasst und der Armee von Fledermäusen und dämonischen Schlangen entgegentritt, die den Platz des Heiligen befallen, dann nur, um die Aufgabe als zu groß für ihn zu finden; dass der Tempel Gottes nicht durch ihn gereinigt wird; dass gerade der Staub, den er beim Ausfegen aufwirbelt, voll mit verderblichen Kräften ist. Lasst solche, die tun wollen, was sie müssen, aber noch nicht können, und die sein wollen, was sie sein müssen, aber noch nicht können, sich daran erinnern, mit Hoffnung und Zuversicht, dass er, welcher alles über unser Wesen weiß, einst ein Gleichnis sprach davon, dass sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten.[25]
[1] Markus 8, 1 – 13
[2] Markus 8, 14 – 21
[3] Matthäus 13, 33
[4] Markus 8, 11
[5] 2. Korinther 5, 17
[6] Gemeint ist, dass Jesus nicht direkt auf ihre Überlegungen eingeht, sondern die Gedanken und Haltungen hinter den Aussagen und Handlungen anspricht. Er geht nicht auf ihr Unverständnis ein, sondern auf die Ursache dafür.
[7] Nach Markus fand das eingangs erwähnte Wunder der Speisung von 4000 Menschen kurz vor dem Dialog statt, den George MacDonald hier betrachtet. Markus überliefert jedoch zwei Brotvermehrungswunder. Bereits in Markus 6, 35 – 44 ist von einer Speisung von 5000 Menschen die Rede, erst in Markus 8, 1 – 9 von den 4000. Unmittelbar nach diesem Wunder findet besagte Überfahrt statt, während der Jesus vom Sauerteig der Pharisäer spricht.
[8] Lukas 12, 29 – 30
[9] Matthäus 6, 33
[10] Gemeint ist, dass Menschen über ihrer Theologie, die sie aus der Bibel als dem Wort Gottes ableiten, das eigentliche Wort Gottes, Christus selbst, vergessen.
[11] Anspielung auf Matthäus 12, 43 – 45 – Jesu Gleichnis vom leeren, gekehrten Haus als Bild für die Seele, von der ein unreiner Geist ausgefahren ist und in deren Leere sieben neue, unreine Geister ein Heim finden und alles schlimmer als zuvor machen. Ist der geschmückte Raum in Jesu Aussage eine Leere für schlimmeres Übel, wird er hier zum Bild für eine Seele, die erst einmal leer werden muss von der Besessenheit von Dingen, um mit Gott selbst gefüllt zu werden.
[12] Siehe Matthäus 9, 38 bzw. Lukas 10, 2
[13] Original: “hard on God” – abermals ein Wortspiel mit hard / hardness in Bezug auf die Aussage Jesu, dass es schwer bzw. hart ist für einen Reichen ins Reich Gottes zu kommen.
[14] Siehe z. Bsp Matthäus 7, 11
[15] Ein schauriges Bild, das MacDonald auch in seinen anderen Werken benutzt. So zum Beispiel in „Lilith“. Die mythische Figur der Lilith, Sinnbild des Ungehorsams und Misstrauens gegen Gott den Vater, ist darin eine Dämonin, die des Nachts dem Hauptprotagonisten der Geschichte das Blut und damit die Lebenskraft aussaugt.
[16] Siehe 2. Korinther 12, 7 – 9 – Paulus spricht bildhaft von einem Pfahl oder Stachel in seinem Fleisch, vermutlich ein körperliches Leiden, von dem Gott ihn trotz dreimaligen Gebetes nicht erlöst hat. Stattdessen spricht Gott direkt zu ihm: „Lass dir an meiner Gnade genügen.“
[17] Eine Anspielung auf das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus, siehe Lukas 16, 19 – 31. Im Jenseits wird der arme Lazarus getröstet, während der reiche Mann nicht näher definierte Qualen leidet. Er bittet Abraham, in dessen Schoß der arme Lazarus ruht, dass Lazarus zu ihm gesendet wird, um ihm Kühlung zu verschaffen. Seine Bitte wird abgewiesen mit der Begründung, dass er im Diesseits schon sein Gutes gehabt hätte.
[18] Lukas 16, 10
[19] Johannes 6, 35
[20] Matthäus 6, 20
[21] George MacDonald unterscheidet in vielen seiner Texte den gewinnsüchtigen Ehrgeiz zur Befriedigung von Stolz und das gesunde Aufstreben in Fleiß und der Anwendung gottgegebener Gaben zum Nutzen anderer. Es ist eines seiner wiederkehrenden Hauptmotive in den Predigten und Romanen.
[22] Original: „Protean“ = wandelbar – Das Wort ist abgeleitet vom Meeresgott Proteus, der sich in viele Gestalten verwandeln konnte – gemeint ist, dass das Selbstbild und die Verehrung des eigenen Selbst verschiedenste Formen annehmen kann, um sich zu rechtfertigen. Das Wort hat im Englischen hier einen großen Anfangsbuchstaben, nimmt also tatsächlich direkt Bezug auf den Mythos und ist nicht nur als entlehntes Wort verwendet.
[23] Anspielung auf das Gleichnis Jesu in Matthäus 7, 24 – 29
[24] Siehe Johannes 14, 23
[25] Lukas 18, 1 – Der Anschluss an die folgende Predigt
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